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juris

Dokumente vom 30. Juli 2008

Gericht Spruchkörper Datum Sortierrichtung: aufsteigend Aktenzeichen  
VG Saarlouis 11. Kammer 30.7.2008 11 K 1152/07
VG Saarlouis 5. Kammer 30.7.2008 5 K 6/08

1. Die von einem Dritten erhobene Klage gegen eine immissionsschutzrechtliche ist unzulässig, wenn die Möglichkeit einer Verletzung drittschützender Normen nicht ernsthaft erkennbar ist.

2. Das Jagdrecht des Jagdpächters begründet unter dem Gesichtspunkt des Art. 14 Abs. 1 GG - anders als beim Eigenjagdbesitzer oder bei der Jagdgenossenschaft - kein Recht, die einem Dritten erteilte immissionsschutzrechtliche Genehmigung anzufechten.

3. Die Entscheidung der Behörde, dass eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung im vereinfachten Verfahren (§ 19 BISchG) und nicht im förmlichen Verfahren (§ 10 BISchG) zu erteilen ist, kann ein Dritter nur mit Erfolg angreifen, wenn sich dieser gerügte Verfahrensfehler auf die materiell-rechtliche Position des Dritten hätte auswirken können.

4. Die Behauptung einer Verletzung von Bestimmungen des Rechts der Raumordnung, des Natur-, Arten-, Landschafts- oder Denkmalschutzes, der Eisenbahn, der Erschließung von Baugrundstücken oder der Verunstaltung der Landschaft, ist ungeeignet, eine Verletzung subjektiver Rechte eines Dritten darzutun.

5. Das Umweltrechtsbehelfsgesetz gilt nicht für Verfahren, die vor dem 25. Juni 2005 eingeleitet wurden.

6. Die Gefahr für einen Nichtanlieger, im Falle der Eisbildung an den Rotorblättern bei Anlagen weitab jeder Siedlung von herabfallenden Eisbrocken erschlagen zu werden, besteht angesichts der klimatischen Verhältnisse nicht ernsthaft, wenn die Rotoren bei Eisbildung automatisch abgeschaltet werden.

7. Eine Waldbrandgefahr ist nicht anzunehmen, wenn ein Drittanfechtender einem in sich stimmigen umfassenden Brandschutzkonzept nicht substantiiert entgegentritt.

8. Wer nicht Nachbar im Rechtssinne ist, kann sich gegen den von einer Anlage ausgehenden Lärm, Schattenwurf oder Infraschall nur in krassen Ausnahmefällen mit Erfolg wehren.

9. Gibt es keine konkreten Hinweise auf unterirdische Hohlräume aufgrund früheren untertätigen Abbaus von Kohle oder Kalk, hat eine Dritter, der nicht Anlieger im unmittelbaren Sturzbereich einer Windenergieanlage ist, keinen Anspruch auf eine Vielzahl Tiefenbohrungen, um diese hypothetische Gefahr völlig auszuschließen.

VG Saarlouis 5. Kammer 30.7.2008 5 K 673/07

Einem Bauvorhaben im Außenbereich stehen schützenswerte öffentliche Belange i.S. des § 35 Abs. 3 Nr. 5 BauGB entgegen, wenn es sich in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet befindet, in dem die Errichtung oder wesentliche Veränderung baulicher Anlagen aller Art verboten ist. Dies gilt auch dann, wenn es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb dienendes und damit nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB privilegiertes Vorhaben handelt, da die Errichtung eines der Landwirtschaf dienlichen Gebäudes nicht zur ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung gehört, in einem solchen Fall liegen regelmäßig auch nicht die Voraussetzungen für eine Befreiung nach § 50 Abs. 1 SNG vor.