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juris

Entscheidungen vom 2. April 2012

Gericht Spruchkörper Datum Sortierrichtung: aufsteigend Aktenzeichen  
OLG Saarbrücken 1. Senat für Familiensachen 2.4.2012 6 WF 130/11

1. Neu hinzutretende Umstände können der Vollstreckung eines Umgangstitels nur dann zur Wahrung des Kindeswohls entgegenstehen, wenn darauf auch ein zulässiger Antrag auf Abänderung des Ausgangstitels und auf Einstellung der Zwangsvollstreckung nach § 93 Abs. 1 Nr. 4 FamFG gestützt ist (Anschluss an BGH FamRZ 2012, 533).

2. Bis zur Grenze des § 1684 Abs. 4 BGB ist auf die Auflösung eines Loyalitätskonflikts nicht ohne, sondern durch Umgang mit dem anderen Elternteil hinzuarbeiten.

3. Der betreuende Elternteil handelt dem Umgangstitel zuwider, wenn es dem Kind im Ergebnis freistellt, ob es den Umgang mit dem anderen Elternteil wahrnimmt oder nicht.

4. § 89 Abs. 4 erlegt dem Verpflichteten die Darlegungs- und Feststellungslast hinsichtlich der Gründe auf, aus denen er die Zuwiderhandlung gegen den Umgangstitel nicht zu vertreten haben will. Beruft sich daher ein Elternteil bei Zuwiderhandlung gegen einen Umgangstitel auf den entgegenstehenden Willen des Kindes, wird ein fehlendes Vertretenmüssen nur dann anzunehmen sein, wenn er im Einzelfall gehaltvoll darlegt, wie er auf das Kind hingewirkt hat, um es zum Umgang zu bewegen. Dass erzieherisch überzeugendes Auftreten des betreuenden Elternteils eines Kindes im Alter von sechs bis acht Jahren nicht zur Herstellung des Umgangs führen würde, kann vorbehaltlich besonderer Einzelfallumstände nicht angenommen werden.

5. Zu den Kriterien für die Höhe des Ordnungsgeldes und der ersatzweise festgesetzten Ordnungshaft.