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juris

Dokumente vom 4. August 2010

Gericht Spruchkörper Datum Sortierrichtung: absteigend Aktenzeichen  
VG Saarlouis 11. Kammer 4.8.2010 11 L 686/10

1. Der Gesetzgeber geht für den Regelfall davon aus, dass das nach §§ 26 bis 29 Abs. 1 BAföG anrechenbare Vermögen für den Ausbildungsbedarf auch wirklich einsetzbar ist.

2. Trifft dies nicht zu, wäre die Vermögensanrechnung eine unbillige Härte (§ 29 Abs. 3 BAföG).

3. Eine realistische Chance zur Verwertung eines geerbten Miteigentumsanteils, der zudem mit einem Nießbrauch belastet ist, besteht (im konkreten Fall) nicht.

4. Mit Blick auf die noch zu treffende Ermessensentscheidung nach § 29 Abs. 3 BAföG ist es angezeigt, die Antragsgegnerin zur vorläufigen Bewilligung von Ausbildungsförderungsleistungen entsprechend § 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 BAföG unter dem Vorbehalt der Rückforderung zu verpflichten.

VG Saarlouis 5. Kammer 4.8.2010 5 K 623/09

Eine Elektronikwerkstatt in der Garage eines Wohnhauses ist in einem reinen Wohngebiet planungsrechtlich nicht als "nicht störender Handwerksbetrieb" zu bewerten.

VG Saarlouis 5. Kammer 4.8.2010 5 K 662/09

1. Der Umstand, dass ein Eigenjagdbezirk nach § 7 Abs. 1 Satz 1 BJagdG kraft Gesetzes entsteht, führt nicht dazu, dass Angliederungsverfügungen, die an die durch Bescheid erfolgte Einrichtung eines Eigenjagdbezirkes anknüpfen und dem Eigenjagdbezirk Grundflächen zuordnen, deshalb aufgehoben oder auf sonstige Weise unwirksam werden.

2. Die Einrichtung eines Eigenjagdbezirkes leidet ebenso wie eine Angliederungsverfügung nicht bereits dann an einem Fehler im Sinne des § 44 Abs. 1 SVwVfG, wenn durch eine nach ihrem Erlass erfolgte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Zweifel bestehen, ob bei ihrem Erlass die Regelung des § 5 Abs. 2 BJagdG richtig angewendet worden ist.