• 01.09.2026
  • FinanzRundschau (FR)

Was ist § 15a EStG? – Zum Verhältnis von negativem Kapitalkonto, steuerbilanziellem Eigenkapital und verrechenbarem Verlust

Die Besteuerung von ausgleichsfähigen Verlusten eines Kommanditisten ist seit Dekaden gesetzlich in § 15a EStG geregelt. Allerdings gab es auch eine Zeit vor Einführung der Vorschrift. Während dieser wurde eine gesetzessystematische Lösung durch höchstrichterliche Rechtsprechung hergestellt. Der Kommanditist muss seither sein negatives Kapitalkonto bei Ausscheiden als „Gewinn“ versteuern. Seit Einführung des § 15a EStG ist diese Rechtsprechung jedoch nicht nur überholt, sondern widerspricht vielmehr Zivilrecht, Gesellschaftsrecht und zudem Wortlaut und Systematik des EStG. Der Beitrag stellt die systematischen Zusammenhänge zwischen Gesellschaftsrecht und Steuerrecht sowie die Rechtsentwicklung dar und plädiert für eine erforderliche und überfällige Rückkehr zu Gesetzeswortlaut und steuerlicher Systematik.

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Quelle: Fundstelle:
  • FR 2026, 746-758
Autoren:
  • Lars Junkers