- 29.04.2026
- DER BETRIEB (DB), Rubrik Betriebswirtschaft
Multiplikatorverfahren in M&A-Transaktionen – Schadensberechnung und vertragliche Ausschlussklauseln unter besonderer Berücksichtigung von W&I-Versicherungen (Teil I)
Multiplikatoren sind aus der M&A-Praxis nicht wegzudenken, werden in deutschen Unternehmenskaufverträgen als Grundlage der Schadensberechnung aber häufig ausgeschlossen. Das überzeugt nur begrenzt: Empirisch ist das DCF-Verfahren Multiplikatoransätzen nicht durchgängig überlegen; beide Methoden beruhen auf denselben Werttreibern und beide verlangen Annahmen, Wertungen und eine saubere Herleitung. In der Schadensermittlung sind Multiplikatoren deshalb weder per se untauglich noch ein Freifahrtschein – entscheidend sind Transparenz, Vergleichbarkeit und der konkrete Streitstoff. Gerade hier gewinnen W&I-Versicherungen an Bedeutung, weil sie starre Ausschlüsse im SPA zunehmend aufweichen oder überlagern und Käufern so mehr Spielraum und Rechtssicherheit bei der Bewertung eröffnen.
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