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juris

Dokumente vom 7. September 2016

Gericht Spruchkörper Datum Sortierrichtung: absteigend Aktenzeichen  
LArbG Saarbrücken 2. Kammer 7.9.2016 2 Sa 104/15

1. Eine in einem Arbeitsvertrag vereinbarte Vertragsstrafenregelung unterliegt, wenn sie nicht individuell ausgehandelt worden ist, als allgemeine Geschäftsbedingung der Inhaltskontrolle nach § 307 Abs.1 BGB. Insoweit ist grundsätzlich anerkannt, dass sich Vertragsstrafenregelungen bereits vor Inkrafttreten der Schuldrechtsmodernisierung im Jahr 2001 in Arbeitsverträgen befanden. Es handelt sich also um eine zu berücksichtigende Besonderheit im Arbeitsrecht gem. § 310 Abs.4 S.2 BGB, weswegen eine Vertragsstrafenklausel nicht schon an § 309 Nr.6 BGB scheitert.

2. Solche arbeitsvertraglichen Vertragsstrafenklauseln unterliegen daher der Inhaltskontrolle wie auch der Überprüfung anhand des Transparenzgebotes (§ 307 Abs.1 BGB).

3. Ist eine Vertragsstrafenklausel von der Festlegung ihrer Voraussetzungen so formuliert, dass sie theoretisch auch bei nur minimalen arbeitsvertraglichen Pflichtverstößen - etwa bei nur 1 unentschuldigten Tag der Nichterbringung der Arbeitsleistung - eine Vertragsstrafe von einem Bruttomonatsverdienst als verwirkt ansieht, so kann darin eine unangemessene Benachteiligung liegen, die zur Unwirksamkeit der Klausel führt.

4. Selbst wenn einem Arbeitnehmer ein Zurückbehaltungsrecht gem. § 273 Abs.1 BGB an seiner Arbeitsleistung zusteht aufgrund von Rückständen in der Vergütungszahlung in Höhe von > 1,5 Monatsverdiensten nach durch Anerkenntnisurteil festgestellter Unwirksamkeit einer fristlosen Arbeitgeberkündigung, kann eine für den Arbeitgeber unangekündigte Ausübung dieses Rechtes als Verstoß gegen das im Arbeitsvertrag nach § 241 Abs.2 BGB zu beachtende Gebot zur gegenseitigen Rücksichtnahme gewertet werden.