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juris

Dokumente vom 16. März 2016

Gericht Sortierrichtung: aufsteigend Spruchkörper Datum Aktenzeichen  
OVG Saarlouis 2. Senat 16.3.2016 2 B 20/16

1. Die Annahme der fehlenden persönlichen Eignung wegen der Nichtvorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Aufforderung zur Vorlage eines solchen Zeugnisses rechtmäßig, anlassbezogen und verhältnismäßig war und die Nichtvorlage ohne ausreichenden Grund erfolgt ist.

2. Einzelfall, in dem im Hinblick auf den Zweck des WaffG, das soweit als möglich Gefährdungen aus dem Besitz und dem Führen von Waffen minimieren will, ausreichende Anhaltspunkte für Bedenken an der persönlichen Eignung i.S.v. § 6 Abs. 2 WaffG gegeben sind und daher ein ausreichender Anlass besteht, um eine gutachtliche Abklärung zu fordern, ob eine psychische Erkrankung vorliegt.

3. Der Grundsatz, dass die Risiken, die mit jedem Waffenbesitz verbunden sind, nur bei solchen Personen hinzunehmen sind, die nach ihrem gesamten Verhalten Vertrauen darin verdienen, dass sie mit Waffen und Munition jederzeit und in jeder Hinsicht ordnungsgemäß umgehen, verbietet die Annahme, dass ein langjähriges ordnungsgemäßes Verhalten neue, aktuelle Tatsachen, die Bedenken hinsichtlich der persönlichen Eignung begründen, durchgreifend relativieren können.

4. Ein unabhängiges Gutachten von einem bisher nicht mit der Behandlung des Betroffenen befassten Arzt bietet grundsätzlich eine größere Richtigkeitsgewähr. Die Vorlage eines Attests des behandelnden Arztes stellt daher kein gleichermaßen geeignetes Mittel dar.